Der Unterschied zwischen EU- und China-Reishi-Pulver

Gleich vorweg, beide Reishipulverarten werden absolut natürlich und schadstofffrei traditionell und manuell in einem Naturschutzgebiet angebaut und kultiviert. D.h beide sind hochwertigste Qualitäts-Naturprodukte vom Ganoderma lucidum.

Bei beiden Alternativen wird der ganze Ganoderma-Pilz verwendet. Dieser wird nach der Ernte mit Wasser gereinigt und getrocknet. Kurz vor dem Gebrauch wird der trockene Pilz dann erst ganz fein gemahlen und luftdicht verpackt, und kommt so zu uns. 90 % aller unserer Pilze kommen aus der waldreichsten (grünen) Region Steiermark.

Da der Unterschied der beiden Reishi-Pulver-Varianten jedoch offensichtlich ist, sowohl im Geschmack als auch in ihrer Konsistenz, möchte ich hier mal einige Infos zu den beiden Produktvarianten geben.

Der erste, sofort bemerkbare Unterschied ist das Volumen. Die Pilze aus China werden viermal feiner gemahlen, als jene aus Südeuropa. Ca. 90% aller Partikel des EU-Reishi sind kleiner als 200 µm, beim CN-Reishi wird sogar ultrafein bis zu "300 Mesh", das entspricht ca. 50 µm Partikelgröße, gemahlen.

Dadurch hat das Pulver eine größere Oberfläche und benötigt ein größeres Volumen. Es wirkt dadurch "größer" - hat aber ebenfalls wie das Pulver aus Südeuropa 100 g. Und dosiert wird eben nur nach Gewicht.

Die Frage was besser ist lässt sich so einfach nicht beantworten. Die Zellwände der Pilze bestehen aus Chitin, die der Sporen sogar aus 2 Chitinwänden. Wichtige Bestandteile der Zellwände sind auch einer der Hauptwirkstoffe - langkettige Polysaccharide wie β-1,4-Glucane oder Glykoproteine.

Mahlt man sie zu fein, kann man diese auch zerstören, oder in ihrer Funktion verändern, mahlt man sie zu wenig, ist eventuell die Resorption im Magen-Darmtrakt ungenügend. Wo die Wahrheit ist, ist Thema umfangreicher Diskussionen und wissenschaftlicher Analysen.

Traditionell wurden und werden noch heute in Asien geschnittene Reishi-Streifen im Heißwasser als Auszug oder auch im Alkohol als Tinktur verwendet. Unsere heutigen technischen Mahl- und Extraktionsmöglichkeiten erhöhen die Wirksamkeit von Vitalpilzpulver auf jeden Fall erheblich.

Der zweite wesentliche Unterschied ist der Geschmack.

Es ist leicht zu erschmecken, dass der EU-Reishi süßlich und der CN-Reishi etwas bitter/holzig/rohkakaoähnlich schmeckt.

Dieser geschmackliche Unterschied kommt daher, dass im CN-Reishi nur der Pilz-Hut (ohne Stängel), jedoch mit Sporen (Ernte nach der Sporenausbildung) verarbeitet wird.

Im EU-Reishi werden zusätzlich zum Pilzfruchtkörper noch das Myzel und extrazelluläre Komponenten (Myzelsekrete wie: Enzyme, natürliche Antibiotika und natürliches Cortison, extrazelluläre Polysaccharide etc.) mitgenommen. Diese langkettigen und komplexen Mehrfachzuckermoleküle sind süßlich und dominieren somit den Geschmack.

Alle Komponenten zusammen werden lediglich gereinigt, getrocknet und gemahlen. Der EU-Reishi wird in der präsporalen Phase geerntet, d.h. es fehlen einigen Triterpene aus den Sporen (diese befinden sich hauptsächlich in den Lamellen und Sporen des Pilzhutes).

Auch hier ist der Vor- und Nachteil situationsabhängig. Während der EU-Reishi klar hetero-polysaccheridelastig ist, ist der CN-reishi eher ausgewogen-triterpenelastig. Was diese Inhaltsstoffe konkret bewirken lässt sich überall leicht nachlesen.

Als dritten Unterschied kann man die Anbaumethode erwähnen. Während unser Reishi in China auf natürlichen Rundharthölzern der nahen Wälder, eingegraben in Erde und bewässert mit Quellwasser der umgebende Berge 14 Monate wachsen darf, wird der EU-Reishi in großen Blumentöpfen mit speziellen, natürlichen BIO-Substraten, ebenfalls mittels Bergquellwasser, 12 Monate lang großgezogen. Prof. Dr. A.M. hat 15 jahre in China gelebt, und dieses traditionelle Wissen mit nach Europa genommen. Nun wird dieses Anbau-Know-how, adaptiert durch einige Verbesserungen seinerseits, bereits seit mehr als 17 Jahren hier in Mitteleuropa sehr erfolgreich praktiziert.

Der chinesische Reishi ist sicher der traditionellere. Den früher wusste man nichts vom Myzel in der Erde, und verwendete nur den Pilzfruchtkörper.

Nur heute weiß man, dass auch im Myzel, und den daraus ausgeschiedenen Sekreten, sehr viel Potential steckt...wie gesagt, die Wahl sollte anwendungsspezifisch ausfallen...oder man nimmt einfach beide Arten, und vermischt sie zu etwas noch universellerem...